Eine Katze sitzt auf einer Couch und hat einen NES-Controller in den Pfoten

Die Musiktheorie von „Let’s Play, Vol.1“

LPV1 ist erschienen und ist eine Sammlung meiner vergangenen VGM-Cover und zweier neuer Stücke. VGM steht für Video Game Music, ein recht unspezifisches Genre, weil es nur die Verwendung aber nicht den eigentlichen Stil beschreibt. Entsprechend wild ist die Szene der VGM-Remixer und -Coverer. Alles ist erlaubt.

Ich habe bereits darüber gebloggt und gevloggt, wie sehr mich der 7/4 Rhythmus von Majoras Mask damals überfordert hat. Aber wenn man diese Schwelle einmal übertreten hat, dann beginnt man zu experimentieren. Und man probiert Dinge aus, weil das Stück an sich schon geschrieben ist und die Aufgabe nur darin besteht, die Musik nach eigenem Willen zu verbiegen!

Queen’s Gardens – der Wilde Zwiefache

Queen’s Gardens ist das Thema einer Late-Game-Area aus Hollow Knight. Die Area ist sehr schwer, aber das Thema dafür umso leichter. Schließlich wohnt die Königin hier. Das Hauptthema wird auf Harfe (?) gespielt und wiederholt sich im Wechsel mit einigen Päds und Bläsern.

Bitte ignorieren Sie die blaue Note!

So weit so undramatisch. Interessant noch: Das Stück ist nicht in e-Moll sondern in E-Dorian. Deswegen verwendet es die Vorzeichen und die Tonleiter von D-Dur. Dorian klingt im Vergleich zu Moll heller, relaxter und manchmal ziemlich cool. Klassische Beispiele für Dorian sind: Luke Skywalkers Thema aus Star Wars, „Mad World“ von Tears for Fears und „Uptown Funk“ von Bruno Mars.

Coolness verplichtet. Wieviel Groove lässt sich aus dem Thema noch herauskitzeln? Die 3:1 Ratio ist völlig normal. (Punktierte Viertel : 1 Achtelnote), wenn man jetzt selektiv daraus eine 2:1 Ratio macht?

Bitte beachten Sie die blauen Noten!

Alles was ich hier blau markiert habe, wurde um 1/8 Note verkürzt. Ein Effekt davon ist, dass die Basstrommel etwas früher wieder einsetzt. Doch das ist ein völlig normales Phänomen im Rock und im Funk, verwirrt also nicht. Bei der Premiere des VoidHeart Albums haben die meisten Kollegen*innen der Pixel Mixers das Stück zum ersten Mal gehört und gar nicht erkannt, dass es sich hier um ein Stück im „Mixed Meter“ – wechselnden Zeitsignaturen – handelt, sondern dass es einfach groovt wie die Sau.

Interessant auch die Bemerkung meines Vaters: Er zählte nicht bis sechs oder sieben sondern immer nur bis 3 oder 4 und nannte den Rhymthmus einen „Wilden Zwiefachen“, eine Spielart der Bayerischen Polka in der unregelmäßig zwischen Walzertakt und Marschtakt hin- und her gewechselt wird. Die meisten Volksmusiker (NICHT verwechseln mit Volkstümlichen Schlager!) können das spielen und viele Hörende solche wilden Rhythmen auch tolerieren, geniesen und sogar dazu tanzen!

Das Saxophonspiel von Nini Bela <3 und analoge Synthies haben dem Cover ihr endgültiges Gesicht gegeben!

Goron City – wie man Harmonien zerbricht

Die Goronen sind ein Volk aus der Legend of Zelda Reihe. Gutmütige Riesen, die sich von Steinen ernähren. Stolz aber freundlich. Ihr Thema ist von Ocarina of Time bis Breath of the Wild das Selbe und besteht aus Variationen über einer Vier-Takt-Sequenz in Mixolydian, einem beliebten Modus in der Rockmusik und Irish Folk (ja! Schon wieder so ein Modus!)

Also völlig klar. Der Groove muss bleiben! So oder anders. Der Trick war ganz einfach: Ein Standard Rock-Drumset, dazu ein Trigger auf der Bassdrum, leicht angezerrt für ein mächtiges Gesamterlebnis. Und Toms. Viele viele Toms!

Wie zerbricht man also eine Harmonie? Mit Abwechslung, Wiederholung etc. des Originals kommt man nur ein gewisses Stück weit. Für ein Lied in normaler Länge, das keine Begleitung sondern alleiniges Werk sein soll, ist das zu wenig. Was also tun?

Wie üblich: Alles gegen die Wand werfen, und gucken was kleben bleibt. Nach ausgiebigem Referenzieren der Originalstimmen ein paar Synthpads eingefügt (ob die zum Thema passen ist die andere Frage, aber sie klangen gut), am Ende eine Akkorderweiterung als einzelne Spur, die zwischen dem 7. und 9. Ton des Grundakkords hin- und herspringt. Eigentlich als Platzhalter gedacht, aber Torby Brand – der dankenswerter Weise ohne langes Bitten und Betteln sofort zugesagt hat – meinte, er mag den Klang des Synths. Die Melodie ist eh gerade so an der Grenze zwischen „cool“ und „zu schräg“ – einfach so lassen.

Von Torby stammt auch die Variation im Finale. Einfach die Akkorde mit zusätzlichen Terzen nach oben verlängert, wobei er nur das spielt und nicht die Grundharmonien an sich. Nach mehreren Minuten ist der Hörende an die Tonart gewöhnt und nimmt diesen harmonischen Wahnsinn nicht als Kakophonie sondern als Begeisterung war.

Copy und Paste: Selten das beste Mittel!

Majoras Boss Battle – Wenn Rhythmus zum Problem wird

Majoras Mask hat im ganzen Spiel nur vier echte Dungeons und entsprechend wenige Bosskämpfe. Das Spiel ist ob seiner kurzen Entwicklungszeit ein Assetflip seines Vorgängers Ocarina of Time. Wie leicht wäre es gewesen, einfach auch die Musik zu übernehmen. Ein Glück, dass Nintendos Hauskomponist Koji Kondo (unter anderem der Schöpfer der „Super Mario“ Melodie) genau dies nicht getan hat. MM enthält mit Songs wie „Stone Tower Temple“ „Final Hours“ und einigen mehr ein paar der besten Lieder im Zelda-Kanon.

Wie viele japanische Kampfthemen beginnt die Sache erstmal mit ein paar Verminderten Akkorden. Aber das ist nicht das Hauptproblem. Im Original gibt es keine komplette Schlagzeugbegleitung mit Basstrommel und Snare sondern Marschtrommelbegleitung. So fiel mir gar nicht auf – als ich das Stück für das Zelda-Tribute Album annahm – dass wir es hier größtenteils mit einem 7/4 Rhythmus zu tun haben und immer wieder gar nicht mehr gezählt wird. Man könnte es als „Free Time“ bezeichnen. Taktlosigkeit!

…. wie taktlos!

Wie also ran an den Feind? Es war schließlich mein erstes Mal. Was in „Queen’s Gardens“ so elegant klingt, darf hier ein wenig mehr holpern. Schließlich ist es kein 7/8 sondern ein 7/4 Rhytmus. Ist das nicht das selbe nur langsamer? Nein. In diesem Fall kann man es sich vorstellen wie ein 4/4 Takt gefolgt von einem 3/4 Takt. Ein gutes populäres Hörbeispiel ist „Solsbury Hill“ von Peter Gabriel.

Überraschung! Der Refrain ist in 6/4! Und der zweite Refrain ist ……. an der Stelle habe ich aufgegeben und mir gesagt, dass es kein Mensch hört, welche Taktart hier verwendet wird und einfach auf dem Raster weiterprogrammiert…. Bis zum Ende. Adam Neely hatte gerade sein 9/8 Video rausgehauen, dass sich sowohl mit schrägen als auch geraden Rhythmen beschäftigt. Ein gerade 9/8 Rhytmus ist wie ein Walzer, in dem man die einzelnen Schläge nochmals durch drei geteilt hat. Hörbeispiele in Adams Video. Ich habe das rhythmisch ungewöhnliche Stück dadurch beendet, indem ich einen anderen ungewöhnlichen Rhythmus verwendet habe, der aber nicht ungewöhnlich klingt….. ja….

Tremendouz war so freundlich, mir mit seiner großen Library aus VSTs auszuhelfen, was die Orchestrierung erheblich verbessert hat.

Off Topic: Trem und ich gelten auf dem Pixel Mixers Server momentan als die „Doot Babies“. Er hat angefangen, Whistle zu spielen, ich habe angefangen Tenor Recorder zu lernen. Ob wir wegen der Unterschiedlichkeit der Blasinstrumente nun Rivalen sind (gemäß den heiligen Regeln der Holzbläserei) wissen wir nicht und praktizieren wir auch nicht 😀

Moonsong – Die endlose Kadenz

Cave Story ist das erste Indiespiel, das große Bekanntheit und Reichweite erreicht hat. An dem Punkt, an dem Moonsong spielt, hat man nach vielen Moodswings die Möglichkeit, das schlechte Ende zu wählen und einfach abzuhauen. Oder man steigt an der äußeren Wand die fliegende Insel hinauf, auf der Cave Story spielt und entschließt sich weiter zu kämpfen. Das Lied ist eine Mischung aus Melancholie und Hoffnung.

Melancholie – kann ich! 8-Bit Musik (und 16-Bit Musik manchmal auch) hat eine gewisse Eigenart: Es gibt meist nur 5 Spuren mit sehr simplen Samples. D.h., Harmonie kann nur angedeutet werden, weil nach dem Zischplatsch-Schlagzeug und Wabberbass nur noch drei Spuren übrig sind, die sich alle Melodie teilen müssen.

Gerade in Moonsong ist dies aber extrem gut gelungen. Gerade der Anfang der Überleitung zum Refrain ist durch Zufall oder geschickte Planung voller farbiger, fast schon schmerzender Harmonien. Leider ist mir früh aufgefallen, dass viele Cover genau diesen Part vereinfachen und das schmerzliche Reiben der Haupt- und Nebenstimme einfach nicht mehr so schön reibt.

Und dann der Refrain: Es gibt keinen….. Bevor ich erkläre, warum das eine gutes Sache ist, ein wenig Basistheorie: In funktionaler Harmonielehre (das betrifft ausser experimenteller Musik fast alles) gibt es drei Funktionen:
Tonika, Subdominante und Dominante. Ohne weiter ins Detail zu gehen: Jeder Dreiklang, der in einer Tonleiter gebildet werden kann, fällt in eine dieser Kategorien. Die Tonika ist der Ruhepunkt. Das Zuhause. Subdominante (in C-Dur wäre das d-Moll oder F-Dur) ist sehr unentschieden, sie kann zurück nach Hause streben, oder zur Dominante überführen. Die Dominante (In C-Dur wären das G-Dur und H-vermindert oder beides zusammen: G7) will zurück nach Hause. Bestenfalls lässt sie sich wie ein kleines trotziges Kind nochmal zurück zur Subdominante schieben (guck, doch mal, Dominante, so viel F-Dur!) aber damit wird der Drang nur schlimmer und schlimmer und schlimmer. Es braucht eine Auflösung!

(An dieser Stelle die Erwähnung, dass dieser Basiskurz für Jazzmusiker, die mit Akkorderweiterungen, Slashchords und Schlimmeren arbeiten wirklich Kindergarten ist. Ausserdem: Bitte nennt Euer Kind NICHT Dominante, egal wie trotzig es ist!)

Moonsong, das Lied vom Aufstieg zu neuen Gefahren, hat keinen Refrain. Und reitet in der gesamten Überleitung auf der Subdominante und der Dominante herum. Es gibt keinen Abschluss, keine befriedigende Lösung. Es wäre einfach, eine zu schreiben, stattdessen wird die Strophe wiederholt, die mit der erlösenden Tonika beginnt.

Ich habe alles getan, um alle Akkorde bei denen es möglich war, noch so viel Dramatik und Schwere zuzufügen (siehe dazu mein Blogartikel über Akkorderweiterungen), dass es einem das Herz zerreisst.

Die Klarinette kennt man in Deutschland hauptsächlich von Blasorchestern. Was für eine Verschwendung, wo sie doch so einen schönen traurigen Klang hat. Donut (echter Name ist der Redaktion nicht bekannt) von der Gruppe „Warp Whistles Music“ war so freundlich, das Stück mit ihrem Spiel zu komplettieren.

Ancient Power – Pentatonik und Improvisation

AM2R ist ein verbotenes Spiel und ihr solltet nicht danach googeln. Erst recht nicht solltet ihr auf Reddit danach suchen! Milton Guasti hat sein Remake von Metroid 2 in Eigenarbeit 10 Jahre lang nachprogrammiert und veröffentlicht, bevor Nintendo mit „Samus Returns“ selbst nachlegen konnte. Heute ist Milton einer der Entwickler von Moon Studios und war Level Designer von „Ori and the Will of the Wisps“ – ein fantastisches Spiel mit großartiger Musik.

Die großartige Musik in AM2R hat Milton selbst geremixt, bis auf den Track, der in Area 5 – dem überflutetem Reisezentrum spielt.

Nun ist Torby Brand inzwischen ein guter Internetbekannter von mir, d.h. die Lizenzanfrage für dieses Cover ging ungefähr so: „Darf ich“ „Natürlich“ „xxx % Anteil?“ „Völlig in Ordnung“ „*handschlag*“ „*handschlag*“

Das Stück ist in Eb-moll, was erstmal bedrohlich klingt, bis man feststellt, dass es nur auf schwarzen Klaviertasten gespielt wird. Wir haben es hier mit einem Pentatonischen Stück zu tun. Die Tonleiter besteht nicht aus sieben Tönen sondern nur fünf.

Im Rock ist diese Tonleiter sehr beliebt für Gesangsmelodien (Die Akkorde sind trotzdem diatonisch, nicht pentatonisch). Pentatonik kommt in asiatischer, afrikanischer und jeder Musikform auf der ganzen Welt vor. Es wird vermutet, das sie die älteste Tonskala ist, die der Mensch verwendet hat. Es gibt rein pentatonische Musikinstrumente.

Ein Vorteil dieser Skala: Im Prinzip passt jeder Ton zu jedem Akkord. Mit mal mehr mal weniger Reibung. Und so entstand möglicherweise das Stück. Durch Improvisation.

Und so ging ich auch das Cover an. Eine cleane Gitarre, mittlere Tonabnehmerposition für einen bluesigen Sound, dazu moderne Jazz-Drums. Natürlich „musste“ ich die Originalakkorde überharmonieren und erweitern, ich kann einfach nicht anders.

„Ancient Power“ ist somit das unaufwendigste Stück auf der EP, aber für mich das Stück, das am meisten Spaß beim Spielen und Hören macht.

Torby war an dem Cover nicht beteiligt. Er wollte vor Veröffentlichung nicht hören, was ich gemacht habe. Ich habe bislang kein Feedback erhalten. Mal gucken, ob er auch in Zukunft noch mit mir arbeiten möchte 😀

Sorrowful Goodbye – Polyrhythmen

Zur zeitlichen Einordnung: Sorrowful Goodbye war das zweite Stück, dass ich für die Pixel Mixers Community gecovert habe. Ich habe keinen Bezug zu dem Lied, habe Okami noch nicht zu dem Punkt gespielt, an dem es erklingt.

Auch hier haben wir es mit einem Titel zu tun, desses Original nur etwa eine Minute lang ist und sich dann wiederholt. Der Rhytmus ist 6/8 – eine Variante des 3/4, beliebt für Balladen – und die Stimmung schwermütig.

Angestachelt von meinem völlig verrückten Trip mit Majoras Boss Battle stand mein Konzept von Anfang an fest: Aus 6/8 – mit gefühlt 3 Pulsen – mach 9/8 – mit gefühlt 3 Pulsen. Dazu gehört, dass die Melodie in ihrem Rhythmus an ein ähnliches aber doch anderes Raster angepasst werden muss. Viertel Noten sind kein Problem, die bekommen einen halben Schlag mehr und werden punktierte Viertel Noten. Drei Schläge statt zwei. Bei allen Übergangsnoten wird verzögert – synkopiert.

Das klang im Midikonzept schon wieder laid back und ein wenig nach einfachem Jazz. Ja, ich nenne mich Soul in Sadness aber in dieser Veröffentlichung ist der Soul definitiv stärker ausgeprägt als die Sadness. Soul, eine der vielen Spielarten schwarzamerikanischer Musik mit ihrer Mutter Jazz und ihrem Kind dem HipHop. Kein schlechtes Feld um sich auszutoben.

Angereichert ist das ganze mit Polyrhythmen. Ein völlig verqueres Konzept, bis man feststellt, dass sie häufiger verwendet werden, als man denkt. 2:3 und 3:4 gibt es immer wieder auch in Populärer Musik. Zwei Rhytmen, die gegenander pulsieren aber am Beginn eines neuen Taktes wieder beisammen sind.

Das ganze ist so subtil in der Percussion versteckt, dass ich Euch, geschätze Hörende einfach selbst suchen lasse.

Gamer of the Winds (Gregory Orosz) machte sich während der Produktion des PM-Albums einen Spass daraus, über die Demos mit seiner frisch erworbenen Bambusflöte (Shakuhachi) zu improvisieren. Ich war nicht der einzige, der damals sagte: Das klingt echt gut. Nimm mir das bitte ordentlich auf!

Sealed Vessel – Bewährtes rettet Dir den Hals!

SPOILER FÜR HOLLOW KNIGHT!

Der Hollow Knight ist das Gefäß, in dem die Infektion von Hollownest eingesperrt wurde. Es ist eine leere Hülle, die nicht denkt und nicht fühlt. Denkste: die Leere im Hollow Knight war nicht perfekt und so brach die Infektion irgendwann wieder aus ihm heraus. Der Bosskampf gegen Hollow Knight ist ein Gemetzel. Man tötet ein verletztes und geschundenes Wesen zu Tode. Es ist ein Bosskampf, der sich falsch anfühlt!

SPOILER ENDE

…. und dann gehen Planungen schief und man steht eine Woche vor Ende des Hollow Knight Albums „Voidheart“ ohne einen Arrangeur für das Final-Boss-Thema da. Und dann hebt ein 40jähriger Hollow Knight-Verrückter im Discord die Hand und sagt: Ich machs.

Nach vier Tagen und drei Nächten (ich hatte nebenbei Nachtdienst) war das Stück fertig. Wie habe ich das gemacht? Indem ich das getan habe, worin ich nach 10 Jahren Soul in Sadness genug Übung habe. Keine Experimente. Schlagzeug, Bass, Gitarre, zwei mächtige Instrumente für die Harmonien – in dem Fall eine Kirchenorgel und ein Chor, die eigentlich das Gleiche spielen, aber nicht beide zur gleichen Zeit. Dazu die Giarrensounds, die bis her immer funktioniert haben. Mach ein mächtiges, kompetentes Cover in deinem Stil. Keine Experimente. Wenn die Zeit drängt ist das auch mal völlig okay.

Was aber für mich eine Bereicherung daran war: Im Gegensatz zu „Queen’s Gardens“ enthält das Thema „Sealed Vessel“ viele Leitmotive aus dem Hollow Knight Soundtrack. Durch das Transkripieren habe ich ein wenig auf die Finger des Komponisten Christopher Larkin sehen können. Wie konstruiert er seine Parts, wie moduliert er seine Harmonien, welche Akkordintervalle sind bei ihm beliebt. Kurz: Es fallen einem handwerkliche Kniffe auf, die man beim Zocken sowieso nicht und beim Hören nur manchmal mitbekommt. Kunst hat immer auch eine handwerkliche Komponente. Der Eindruck der bei mir blieb: Der Hollow Knight Soundtrack ist nicht nur genial geschrieben, er ist auch sehr effizient geschrieben.

Ich kann nur jedem raten – es ist ein Rat, den ich selbst schon oft gehört hatte bevor ich es durch die Situation machen musste – transkripiert Eure Vorbilder! Spielt ihre Werke nach, schreibt Euch die Noten auf. Man lernt viel dabei.

Nachwort

Ich habe immer wieder die Pixel Mixers erwähnt. Bis auf Moonsong und Ancient Power waren alle Tracks ursprünglich Projekttracks. Ohne sie gäbe es diesen Release nicht. Ich kann mir vorstellen, dass ist nicht die Art von Release auf den viele nach all den Jahren warten, nun, ohne die PMs gäbe es gar keinen Release. Und es ist meine glaube ich kompetenteste Arbeit bis jetzt.

Vielen Dank fürs Lesen.

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