Mia san midm Radl da!

Regensburg ist zum Radfahren gar nicht so schlecht. Der Donauradweg führt direkt hindurch, man kommt in einem Rutsch von der Naabspitze bis Burgweinting und weiter bis zu den Freizeitseen und hat dabei stehts einen breiten Fahrradweg – selbst wo es keine Fußwege gibt – und ist manchmal fern der lauten Straße, auf jeden Fall immer gut beschützt und von einer reizvollen Umgebung umgeben. Es gibt nur ein Problem: Regensburg hat hügelbedingt einen Höhenunterschied von 150m, d.h. wer ganz casual mit dem Rad in die Arbeit oder Schule fahren möchte, dabei mindestens eine der Donaubrücken überwinden muss, der trainiert schon mal für die Bergstrecken der Tour de France.

Und doch ist nichts frei von Problemen.

Erfurt wiederum (Kunstpause) ist flach. Hier fährt man mal eben sieben Kilometer als obs daheim in Ostbayern drei wären ohne große Anstrengung für die Beine wohl aber für den Kopf und das Stresshormonsystem. Ich ernte auf meine Wehklage gerne ein: „Doooooch…. es gibt schon…. hier und da…“, darum sag ich es hier trotzdem: ES GIBT HIER KEINE FAHRRADWEGE!

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Der Zauberer von Orz

Jetzt hab ich soviel über Bayern und Franken, Würste, Biere und Kinder geschrieben, soviel erklärt, dass es Zeit ist, ein Wörtchen zu analysieren, dass ich jetzt erst hier in TH kennen gelernt habe und mich fragen muss, wie konnte ich bislang ohne diesen Begriff überleben???

Diese Bild enthält fast keinen Orz!

Es begann mit einer „Klugscheisserkette“, einem Facebookspiel, diesmal zum Thema „Dialekte“, denn meine FB-Freunde sind über alle Gebiete von Deutschland, Österreich und der Schweiz verteilt. Ein guter Freund – und potentieller künftiger Trauzeuge – brachte den Begriff „orzen“ ins Spiel und das ich das kennen müsste, denn unsere Kinder machten das ständig. Ich bat um Definition und kann nun definieren:

  1. Orz (Substantiv), der: Essensreste

2. orzen (Verb): Unmotiviertes Rumgeesse, das absehbar kurzfristig für die Entstehung von Orz sorgen wird

You’re welcome!

Musik ist KEIN Hobby

Das PiccoBello in Regensburg ist eine Instanz. Der Laden ist immer etwas unaufgeräumt, immer voller Gitarren und irgendwo liegt dann doch noch das eine Kabel oder Kästchen, das man heute Ausleihen möchte.

Dass für mich Leihgebühren im mittleren dreistelligen Bereich für Events fällig wurden, ist leider lang vorbei und Besitzer Albert brachte es bei einem meiner letzten Besuche/Einkäufe auf den Punkt: Mit dem ersten Kind ist es dann leider meistens vorbei.

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Kinder & Heimat & Kita & Rabeneltern & Vorurteile

Da es heute um ein kompliziertes und nerviges Thema geht, beginnen wir mit den Worten eines Komikers:

Ist Euch eigentlich schon mal aufgefallen, dass es das Wort „Rabeneltern“ nur in post-faschistischen Gesellschaften gibt? In anderen Ländern macht man sich kreativ Gedanken um die Betreuung unserer Jüngsten — Michael Mittermeier in „Achtung Baby“

Kinderbetreuung ist eine große Baustelle! Ich glaube es ist unnötig, zu belegen, dass die Zeiten vorbei sind, in denen einer (meist: Der Mann) das Geld verdient und der Partner (meist: Die Frau) die Herde hütet. Es geht einfach hinten und vorne nicht aus, und der Abstieg von der Mittelschicht zur finanziellen Unterschicht ist ein seeeehr einfacher. Selbst in einer funktionierenden Beziehung. In Bayern scheint diese Erkenntnis noch nicht angekommen zu sein. Kinder & Heimat & Kita & Rabeneltern & Vorurteile weiterlesen

Das gerrrollte Rrrrrrrrrrrrrr

Es war praktischerweise in Erfurt im From Hell als das Sänger von Angels and Agony vor einem alten Metallschild inne hielt, es betrachtete und meinte „Thats a real gerrrrman Word: Sperrrrrbezirk„. Ich sagte ihm, dass „Graubrotrinde“ ein noch viel schönerer Begriff sei und legte so viel Extase auf jedes einzelne R dass Till Lindemann vor Rührung die Tränen gekommen wären.

Das R outet mich in jedem Gespräch. Woher ich denn komme ist dann die freundlich interessierte Anfrage garniert mit Vorschlägen. Dass ich aus Bayern bin sorgt dann für Überraschung, zunächst werde ich gerne woanders verortet: Nach Süddthüringen, den Thüringer Wald oder Franken. Das gerrrollte Rrrrrrrrrrrrrr weiterlesen

Ich, der Migrant

Alles begann im Frühjahr 2015. Ich sollte also nochmals Vater werden. Schön! Es begannen die stressigsten Monate meines Lebens mit dem Ziel, aus der Fernbeziehung doch endlich einen Familienverbund zu machen. Obskurerweise erschien kurz zuvor ein Video der von mir sehr geschätzten Bloggerin und Pflegewissenschaftlerin mauerunkraut

Die gute Dame war also vor kurzem aus ihrer Heimat Bayern ins schöne Köln gezogen. Dabei fasste Sie mit Herz UND Augenzwinkern zusammen, wie sie die neue Situation in einer neuen Stadt so empfand.

Was ich da noch nicht wusste: 2017 mussten meine Partnerin und ich uns eingestehen, dass ihre Migrationspläne gescheitert waren. Das Heimweh war schlimmer. Ein paar unschöne Lebensumstände gossen zusätzlich Öl ins Feuer. Also hies es für uns beide – ab (zurück) in das Bundesland, das statistisch die meisten Rückkehrer hat – also Menschen, die wegzogen um dann wieder dorthin zurück zu kehren: Nach THÜRINGEN

…. es kommt keine Pointe – schaut Euch einfach das Video an!

Hello world!

Ja, was mach ich hier eigentlich schon wieder? Diese Seite liegt eigentlich seit 2010 ungenutzt in der Gegend rum, der Hoster freut sich über die Gebühren für WebSpace und URL, die eigentlich nicht verwendet werden. Alles dufte. Ja, ich hab mal Musik gemacht. War toll, aber weit im Feld des Unbekannten zu suchen.

Trotzdem muss ich neidlos anerkennen a) bei Wikipedia einen Eintrag zu haben ist vergleichsweise cool und b) viele Menschen verbinden und verbanden sehr viel mit dieser Musik. Deswegen lass ich das Widget gerne auf der Seite und schreib einfach, was mir so durchs Gehirn bläst. Ihr könnt gerne zugucken. Oder auch nicht. Bin es gewohnt, unerhört im Wind zu verhallen (<- Anspielung, die nur Fans verstehen #TÖTEN!) und freue mich aber immer noch, wenn ein interessantes Gespräch dabei rumkommt.